Paris: Charity Concept Store Merci

29/03/2009

“ Merci“ : 111Bd. Beaumarchais / Marais mit „Used Book Café“

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Paris Marais Hotels

14/12/2008

Hotel Compostelle, 31, r. du Roi de Sicile, T +33.1.42.78.59.99, Fax +33.1.40.29.05.18, M / St.Paul

GD Hotel Malher , 5, r.Malher, T. +33.1.42.72.60.92, Fax +33.1.42.72.25.37, M / St. Paul ghmalher@yahoo.fr 

Hotel Pratic, 9, r. d´Ormesson, T +33.1.48.87.80.47, Fax +33.1.48.87.40.04, M / St. Paul  pratic.hotel@wanadoo.fr


Paris Weinbars Marais

30/11/2008

 

„La Tartine“ , 24, r. de Rivoli, M / Hotel de Ville, Tel. 01.42.72.76.85

 Le Coude Fou“ , 12, r.du Bourg-Tibourg, M / Hotel de Ville, Tel. 01.42.77.15.16  

“ Le Fous d´en Face „, 3,  r.du Bourg-Tibourg, M / Hotel de Ville, Tel.01. 48.87.03.75

„Au Bourguignon du Marais“, 52, r. Francois Miron, M / St. Paul, Tel. 01.48.87.15.40

 

 


Frühling in Paris – Trend-Viertel Marais

27/11/2008

Frühling in Paris –

Streifzüge im Trend-Viertel Marais

 

Zwischen dem Centre Pompidou und der Bastille liegt das Marais, der historische Kern von Paris. Das Marais war seit dem Ende des 15. Jahrhunderts bis 1760 das Viertel des Hochadels. Dieser residierte in vornehmen Stadtresidenzen, den „Hôtels particuliers“. Henri IV. hatte die Idee zum ersten Königsplatz Europas, den unvergleichlich schönen „Place des Vosges“.  Als der Adel ging, folgte ein langer Niedergang. Erst in den letzten Jahrzehnten wurde das historische Viertel renoviert und ist jetzt eine begehrte Adresse. Die Immobilienpreise sind astronomisch – aber gilt das nicht für ganz Paris? Das bunte, kosmopolitische Trend-Viertel ist voll von vibrierendem Leben in Szene-Shops, Boutiquen, Galerien, Weinbars, kleinen Restaurants. Es hat sich gleichzeitig seine stillen, abgewohnten Ecken bewahrt. Im alten, immer wieder neuen Marais ist dennoch Tag und Nacht was los.

 

Von Mozart bis Morrison

Die Klassik-Ikone und die Pop-Ikone. Der Sänger der Doors wohnte im letzten Jahr seines Lebens in der Rue Beautreillis 17 (bei der Rue St. Antoine), das muss so 1970 oder 1971 gewesen sein. 1763 war unser Wolfgang Amadeus im Hôtel de Beauvais untergebracht, einem der prächtigen Stadtpalais (68, Rue Francois Miron). In dieser Straße befinden sich einige der ältesten Häuser von Paris, z.B. auf den Nummern 44 und 46 oder 11 und 13. Die Rue Francois Miron hat eine ganze Reihe von Weinhandlungen z.B. die „Caves du Marais“ (auf Nr. 62 und 64) und eine enge, noch den kleinsten Platz ausnützende Gewürzhandlung namens Izrael auf der Nr. 30. Sie wird bei Kennern geschätzt. An der von Napoleon geplanten, 3 km langen Prachtstraße Rue Rivoli liegt die etwas ramponiert wirkende „La Tartine“.(24, Rue de Rivoli). Braunrote Wände, fleckige Spiegel, ein Brassai-Paris, das man vergangen glaubte. Eine typische Weinbar.

 

Weinbars und Gurkensandwich

Die rue du Bourg-Tibourg gehört zu den farbigsten des Marais. Sie ist Szenegegend. Am Ende der Straße findet sich das im Kolonialstil ausgestattete „Mariage Frères“, die zauberhafteste Teehandlung der Stadt, 1854 gegründet (Nr. 30, Tel. 01.42.72.28.11). Es gibt eine große Auswahl an schwarzen und grünen Tees, Teekannen, Teetassen. Mittags kann man in intimer Atmosphäre Kleinigkeiten zu sich nehmen. Gurkensandwich, japanischer Kukichka-Tee und danach ein leckeres Törtchen. Now for a change: Ganz anders die Weinbar „Le Coude Fou“ auf Nr.12. Bunte, naive Wandmalereien, Holztische, einfaches Essen. Schräg vis a vis, auf einem Platz an der Rue Rivoli, liegt auf Nr. 3 „Le Fou d´en Face“. An die 120 Weine ohne Weinkarte. An den Wänden hängen schwarze Schiefertafeln mit den Weinpreisen. Orientierung ist gefragt, besonders zu späterer Stunde, denn es kann leicht morgens werden.

 

Die Rue des Rosiers

ist das Herz des jüdischen Viertels im Marais. Seit über 700 Jahren leben Juden im Viertel. Geschäfte, Café und Restaurants vermitteln ein osteuropäisch-nordafrikanisches Flair. Apfelstrudel und Falafel. Bei „Jo Goldenberg“ (Auf Nr. 7,  tägl. 11 h – Mitternacht, Tel. 01.48.87.20.16), vollgestopft mit Ölgemälden, gibt´s gefüllten Karpfen, Borscht, Blinis, Zakouskis. Entdecken Sie das „Hammam Cafe“ (Nr. 4). Falafel kauft man durchs Fenster „Chez Marianne“ (2, rue des Hospitalieres-St.Gervais).

 

Die Adelspaläste, die Stadtresidenzen

sollte man sich nicht entgehen lassen. Sie sind mit ihren Parks und Gärten Beispiele für gelungene Restaurierung. Lebendige Verbindungen von Kunst und Geschichte. Nehmen wir das Hôtel Salé (5, rue de Thorigny), in dem das Picasso-Museum (tgl. außer Di von 9.30 – 18h) untergebracht ist. Von einer tristen Wohngegend kommt man in eine der schönsten Pariser Kunstsammlungen. Gemälde, Keramik und Skulpturen in zwanzig lichten Sälen – und meist ohne die üblichen endlosen Warteschlangen vor Pariser Museen. Oder das Hôtel le Pelletier de Saint-Fargeau (23, rue de Sévigné) beherbergt nun das Museé Carnavalet  (tägl. Außer Mo von 10 – 17.40h), das Pariser Stadtmuseum, das immer wieder Top-Ausstellungen zeigt. Oder das Hôtel de Sully (62, rue St.-Antoine), das aufgrund alter Pläne und Stiche hergerichtet wurde und neben dem Denkmalschutzamt dem Patrimoine Photographique ( Di-So 10-18.30h, http://www.patrimoine-photo.org) Raum gibt, das das Erbe großer Fotografen wie André Kertész pflegt.

 

Atget

Vorname: Eugene, war ein großer Fotograf der Stadt, der mit seiner 18×24 Großformatkamera den Wandel der alten Stadtviertel wie des Marais in tausenden Bildern dokumentierte. Star-Fotografen wie Brassai, Cartier-Bresson oder Doisneau. Paris ist noch immer die Fotografie-Hauptstadt Europas und das Marais ist das inoffizielle Zentrum. Das Europahaus der Fotografie , das „Maison Européenne de la Photographie“ (82, rue Francois Miron, Di-So 11-20h, http://www.mep-fr.org) präsentiert wichtige Ausstellungen, hat eine gute Foto-Buchhandlung, ein Café und eine Präsenzbibliothek mit wahren Schätzen. Nach wenigen Minuten hält man die rarsten Fotobücher in Händen. Die sonst nicht verkäuflichen Fotokataloge der Pariser Modeschauen erhält man im „Comptoir de l´Image“ (44, rue de Sévigné), einem Laden, vollgestopft mit Fotokunstbänden. Das Marais ist eindeutig auch ein Kunstgalerien-Viertel. Samstag-Nachmittag ist Wir-gehen-Galerien-besuchen-Zeit. Geballt finden sie sich in der rue Vielle du Temple – benannt nach den Tempel-Rittern, die hier einst ihr Hauptquartier hatten – z.B. Yvon Lambert auf Nr. 108 oder in der rue Debelleyme den Salzburger Star-Galeristen Thaddaeus Ropac auf Nr. 7 und gleich daneben Karsten Grève.

 

Bofinger und Bastille

Am „Place des Vosges“ , einem quadratischen, von 36 Adelspalästen umgebenen Platz wohnte Victor Hugo (Nr.6), Catherine Deneuve wohnt auf Nr. ?  Abendessen empfielt sich in der 1864 vom Elsässer Frederik Bofinger gegründeten ersten Brasserie in Paris. Brasserien sind die Großausgaben eines Bistros, Bofinger gilt noch immer als die schönste. Laut Feinschmecker-Papst Siebeck „ein Wahrzeichen für die populäre Gastronomie, wie es der Louvre für die populäre Kunst ist“. Reservieren Sie unter der Jugendstil-Glaskuppel auf Nr. 5. (5 und 7 Rue de la Bastille, Tel. 01.42.72.87.82, täglich geöffnet: 12-15h, 18.30 – 1h)  Danach vielleicht noch zum Port de l´Arsenal, dem kleinen Stadthafen mit seinen Hausbooten direkt unter der Metro-Station Bastille. Und dann ins Bastille-Viertel eintauchen, mit seinen unzähligen chicen Lokalen, aber das ist eine andere Geschichte.