BERLIN McPOMM

 

Der Mann: „Die Welt ist ein Jammertal“.

Die Frau: „Nein, ein Garten der Freude“.

Der Mann: „Aber ich trage nicht die Schuld am Jammer der Welt“.

Die Frau:“ Lass´ uns nach Berlin fahren. Zum Club der polnischen Versager“.

 

Berlin also. Der Abend beginnt im „Grill Royal“ in der Friedrichstrasse. Austern mit klassischen Beilagen, japanisch-australisches Wagyu-Steak, Crème Brúleé. Die Gäste leben über ihre Verhältnisse. Oder sie haben Geld. Viele junge Künstler, denn Berlin ist die erste Kunstmetropole des 21. Jahrhunderts. 400 Galerien und 5.500 Künstler aus aller Welt, die sensationelle ( wie soll man sonst sagen) Museumsinsel, der (Ex-Luftschutz) Bunker des Sammlers Christian Boros (mit Dach-Penthouse) nach Voranmeldung in Berlin-Mitte. Ich sage Ihnen aus Erfahrung: Kunst ist eine Frage der Zeitökonomie: Freitagabends und ganztags-samstags die Galerien
( Contemporary Fine Arts, Schultz, Eigen+Art, Carlier/Gebauer, Aurel Scheibler, Johnen), ganztags-sonntags die Institutionen ( Ägyptisches Museum, Pergamon-Museum, Topographie des Terrors, Deutsches Guggenheim, Sammlung Berggruen). Art is so small.

 

Unter der Woche erhole ich mich von der Kunst bei Fast Food. Berlins beste Currywurst bei Konopke unter der U-Bahn-Station Eberswalder Strasse, Döner von Imren am Hohenstaufenplatz in Kreuzberg vor einer fundamentalistischen Moschee.

 

Berlin wird zu einer Modestadt. Die junge Modeszene in Berlin-Mitte ist längst international konkurrenzfähig. Neue Trends, Experimente, ungewöhnliche Accessoires und Objekte aus Metall, Filz, Acryl und recycelten Stoffen. Verrückte Schuhe, Taschen, Kopfbedeckungen und Schmuck. Kollektionen wie „Urban Speed“, „To die for“ oder „Glamourgirl“ produzieren Mode von Kopf bis Fuß. Concept Stores im 2. Hinterhof wie „Andreas Murkudis“ und Streetware für türkische Ghettokids wie „Picaldi“ zwischen der Fahrschule „Sükran“ und dem Swingerclub „Zwanglos III“.

 

Unter der Woche erhole ich mich von der Mode in McPomm ( schreibt man Mecklenburg-Vorpommern). Auf der Seenplatte mit dem Schiff von Waren nach Malchow. Tolle Festpiele auf Schloss Ulrichshusen (Danke für die Karten mit guter Sicht in der 4.Reihe auf Meistercellist Mischa Maisky). Rauchaalfilet auf Rührei im Welshof „Zum Fischer Fritz“ in Faulenrost. Und weiter an die Ostsee in die Hansastadt Stralsund mit dem superneuen Ozeaneum und einem Pottwal in Originalgröße ( „Ganze 30 m lang“ hat mir der Greenpeace-Mann bei der Eröffnung gesagt).

 

ErRADfahren lässt sich Berliner Geschichte entlang der ehemaligen Mauer. 42 km von der Bornholmer Brücke (9.Nov.1989 – Mauer fällt / genau dort) bis in die Sonnenallee und West und Ost kommen wieder zusammen.

 

Der Mann: “Die polnischen Versager sind umgezogen. Das ist ein Jammer”.

Die Frau: „Von der Torstrasse in die Ackerstrasse. Das ist eine Freude.“

Der Mann:“ Viel Spaß an der Schadenfreude“.

Die Frau: “Gefördert von niemand“.

 

 

 

 

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Kasten:Top Five Berlin

 

Brandenburger Tor

East Side Gallery

Tscheckpoint Tscharlie

Hackesche Höfe

KaDeWe

 

 

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